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Spieringshorst

Den jetzigen Namen erhielt die Insel nach dem Fischer und städtischen Schwanenmeister Hans Spiering, der hier im 19. Jahrhundert wohnte.


Die beiden anderen Häuser auf der Insel sind bis in die jüngste Vergangenheit reine Fischerwohnsitze gewesen. Sie wurden ca. 1710 gebaut.

Spieringshorst Nr.1




Das westliche der beiden Häuser erhielt um 1850 an Stelle des Reetdaches Pfannen, und drei der ursprünglichen Fachwerkmauern wurden als reine Ziegelmauern erneuert. Die östliche Fachwerkmauer ist zum großen Teil erhalten. Hier wohnten von 1710 bis 2001 direkte Nachkommen der Fischerfamilien Spiering, Lüthgens und Wegner. Von 2001 bis 2007 wohnte hier Familie Heß.



Spieringshorst Nr.3





Das "Vollert-Haus" in der Mitte der drei Häuser, welches auch am höchsten liegt (Türschwelle = 2,25 m über Wakenitzwasserstand), wurde ebenfalls durch An- und Umbauten erneuert. Es hat aber noch ein Reetdach und nach Osten hin (früher auch nach Westen), eine sogenannte „Laube", wo die Fischer, gegen schlechtes Wetter geschützt, ihre Netzarbeiten verrichten konnten. Hier wechselten in den letzten Jahren die Besitzer.

Spieringshorst Nr. 5



Das am weitesten nach Osten liegende Haus war kein Fischerhaus war. Es handelt sich um einen Restbau, der hier um 1595 erbauten „Gothard von Hoevelen Burge". Ein Findling mit Inschrift weist darauf hin.



Die Burg bestand aus einem großen Wehrhaus mit Wirtschaftsgebäuden. Die Horst hieß 1605 nach ihrem Besitzer „Gödert von Hoevelens Horst".

In dem Haus wohnte lange Zeit die Fischerfamilie Spiering, später die auf der Insel beschäftigten Arbeiter Laatz bzw. Kowitz. Seit etwa 1912 verfiel das leerstehende Gebäude zusehends. Von 1945 bis 1965 wurde es vorübergehend von dem Flüchtlingsfischer Krause aus dem pommerschen Cammin bewohnt.

„Alte Burg“ als Hühnerstall genutzt.


1978 von Herrn Jürgen Koenig hervorragend restauriert wurde.