Spanschachtelmacher
Kleinhändlerin
Garnzieher, steltte Web- und Nähgarn her
Hausierer
Kätner = Kleinbauer, der ohne Pferde ackert.
Dann Garten(an)bauer, der die Grünflächen und Gehölze anlegt und pflegt
Kunstgärtner
Ziegenhirte
Händler mit Ziergegenstände
Seiler, der für den Henker die Seile herstellte. Der Henker benutzte für jede Hinrichtung ein neues Seil
Gänsehändler
Handschuhmacher
Ledergerber
Schweineschlachter
Justizbeamter bei der Gardetruppe
Gärtner
reitenden Leibgarde des Herzog
Kleiderwart
Netzfischer
Leinweber
Garnhändler
der die Netze in Ordnung halten muß
Garnspinner
Straßenreiniger
Aufseher über Straßenreinigung
Hausschlachter.
Gastwirt
Kerzengießer
Speisenausteiler
Kontrolleur
berittener Forstbedienter
Gerbermeister
Geiger
Peitschenmacher
Schlachter, Viehhändler
Messinggießer
Steuererheber
Kastrierer
Schweineschneider
Edelsteinschneider
Angehöriger der Polizeitruppe
Branntwein-Brenner.
Hausierer
Gänsetreiber
Werkzeugschleifer wie Messer, Äxte, Beile usw
Hefesieder
Gerichtsbote
Gerichtsdiener
Schenke, der eine Schenke erblich besessen hat
Gerichtsknecht
Alteisenhändler
Gärtner
Gerber
Verantwortlicher für das Tafelgeschirr
Händler mit Küchengeschirr
Hersteller von Geschirr
Händler in feinen Tuchen
Edelschmied
Zunftvorsteher
Stellmacher
Hefehändler
Aufseher der Pferdezucht
Gießer
Bevollmächtigter
Scharfrichter
Gewandweber
Großkaufmann
Tuchverkäufer
Kämmereischreiber
Brauer, der ein Würzbier herstellte
Apotheker
Zunftmeister
Gärtner
Gelbgießer
Landstreicher
Stukkateur
Stellte Gipsmodelle für Keramik-, Metallgießen her
Facharbeiter, der aus dem Gestein durch Brennen und Mahlen Stuckgips herstellt
Glasbläser
Glashändler
Papiermacher
Glasschmelzer
Glasbläser
Glaser
Besitzer oder Pächter einer Glashütte
Glaspolierer
Papier, dessen Oberfläche mit Glasstaub bestreut ist
Glasmaler
hausierender Glashändler
Söldner
Glaser
Bordellmutter
Almosenempfänger
Glöckner, niederes Kirchenamt
Glöckner
Pantoffelmacher
Lotterie-Einnehmer
Stecknadelmacher
B.B.Weißenfels 1661
Bäcker, der durch Gnadenerlaß des Landesherrn seinen Beruf ausüben darf, ohne Mitglied der Zunft (des Amtes) zu sein.
vergl. Freimeister!
Gr.: gnadenmeister = freimeister.
Verdenh.: Freimeister (s.d.)
Krünitz: ein Meister, welchen das Handwerk aus Gnaden aufgenommen hat; s. Freymeister, ein unzünftiger Meister oder ein Meister, der...auf obrigkeitl. Befehl u. auf eine eingeschränkte Art in die Zunft aufgenommen wurde.
Grimm: Freimeister, ... welche aus Gnaden das Meisterrecht bekamen, jedoch in der Zunft sind, ... dahingegen andere Meister außer der Zunft, ... zu arbeiten die Gnade von der Landesobrigkeit erhalten haben.
Genealogie 1963 Heft 2 S. 399
"Göltze, gälze, Gelze, nd. Gelte ist das beschnittene Ferkel." "und leichten, lichten (mhd.) bedeutet kastrieren"
Kastrierer, Schweineschneider.
Verd.: Golzer = Schweinekastrierer
Bahlow: Gölzenleichter = Schweineschneider.
Lex.: lichten = leichten, kastrieren.
Quell.z.Geneal. 1.Bd. S. 93 (Ehevertr.)
Gaugraf (Bahlow)
Verdenh.: Inhaber oder Vorsitzender eines Gogerichts ( das G. ahndete kleinere Vergehen, Übertretungen und Injurien)
Grossmann S. 20: "Landgograf"
Kopfsteuerb. Tl. 12 S.198 "Beruf 86: Hachmeister oder Goheknecht"
Brockh.: Go (Gau) im M.A. in Sachsen u. Thüringen ein der fränkischen Hundertschaft entsprechender Gerichtsbezirk m.d. Gografen als Leiter.
Wohl ein Bediensteter des Gaugrafen, dem die Pflege u. Abrichtung der Jagdfalken oblag.
vergl. Hachmeister!
Gebh. 1688 ... fertigte mittels Zieheisen Gold- u. Silberdraht.
B.B.Cölln 1699: "gold- u. silberdrahtzieher."
vergl. Drahtzieher, Leonische!
Staß-Stein: stellten feine Gold- u. Silberdrähte her, auch unechte aus Kupfer mit dünnem Edelmetallüberzug, für Filigranarbeiten, Nadeln, Ketten, Gespinst und Gewebe (Brokat) aller Art.
Geneal. 1963 Heft 6 S. 592 Abortfeger,
" ... der sowohl die privaten Abtritte als auch die Stadtgräben, in die Fäkalien geleitet wurden, zu säubern hatte."
Verd. G. = Abortreiniger.
Lüb. 1838
Grimm: goldplätter = ältere Berufsbezeichnung für den Arbeiter,der Golddrähte durch Plätten in Goldlahn verwandelt.
vergl. Lahngoldmacher!
B.B.Cölln 1705: goldplätter = Goldglätter
Handbuch d.B.: Silber-, Goldplattierer schweißt (plattiert) auf Platten von unedlem Metall Silber-, od. Goldbleche ... durch Drücken und Walzen auf.
Staß-Stein: befaßten sich mit dem Plätten von Gold- u. Silberdraht (Lahn), wohl auch mit der Herstellung plattierter Waren, wobei das dünne Blattmetall durch mechanischen Druck mit der Unterlage vereinigt wurde.
Stuttg. 70
Handbuch d.Berufe, Magdeburg 1927.
"Goldpresser, berufsverwandt m. Goldschläger. Schmiede- u. Presserarbeit am Fallhammer bei Verwendung von Preßstahlstangen zum Formen u. Prägen bestimmter Formen."
stellt das zum Vergolden benötigte Blattgold her; Goldschlägerhaut zur Herstellung des Blattgoldes benutzte Haut aus der äußeren Haut des Ochsenblinddarmes. (Brockh.)
goltsleger, goltsleher, goltslegil = Goldschläger (Bücher)
B.B.Cölln: goldschleger, goltschleger.
Handbuch d.B. Blattmetallschläger, Blattgoldschläger.
Histor Bezeichnungen: Goltslaher, Goltschlager, Echtgoldschläger; stellen Goldblatt bir zu einer Dünne von 1/11000 mm her.
Höhler: Goldschmied.
Verdenh.: Goldschläger = Blattgoldmacher.
vergl.: Goldschläger.
Goldschmied (Hennings)
goldsmyd, goltsmit, gultsmyt (aurifaber) = Goldschmied (Höhler)
sulverberner = Silberbrenner (G)
B.B.Cölln: goltschmidt
B.B.Hannov. : Goltsmed.
Lütgendorf: Goldschmiedbote = Bote des Goldschmiedeamtes bzw. Zunft.
Potthoff S. 110
goltspinnern (Bücher)
Nach Pagel, Die Hanse, gab es in Köln eine Zunft der Goldspinnerinnen
Handbuch d.B. Drahtspinner (Gold- u. Silberdrahtspinner) gehören zu den Drahtwarenmachern.
Staß-Stein: fertigten Gold- u. Silbergespinst. Es wurden Seidenfäden mit feinstem Gold- u. Silberdraht umsponnen, dann zu Tressen, Spitzen, Borten verarbeitet, auch in Seidenstoffe eingewebt.
Carl Schulz S. 102. 1768
Haem.: Gold- u. Silbersticker (ohne Erklär.)
Gr.: "eine person, welche allerley figuren mit gold- oder silberfäden auf andere dinge stickt."
2.B.B.Osterode, 1788: "Hey aus Mühlhausen, Golgasdrucker."
Gr.: Golgas = gedruckter englischer (türkischer) Flanell.
Golgas = türkisches Wort. (38)
Haem.: Gold- u. Silberpapierdrucker.
Hennings-Stahl, Musikg. Lübecks S. 12 "Diese Clerici vagi oder Goliarden bildeten um die Mitte des 13. Jh. eine Landplage" "entlaufene, dem verlockenden Wanderleben zugeführte Kleriker"
Brockh.: Goliarden = fahrende Spielleute des M.A.
Verdenh.: eine Art Tuchmacher
Krünitz: Golsch, obd. eine Art Barchent mit blauen Streifen, das bes. zu Ulm verfertigt wird, wo dieses Wort auch Kolsch oder Kölsch lautet.
Grimm: Golsch, ein blau u. weiß, überhaupt farbig gestreifter oder gewürfelter grober Baumwoll- oder Leinenstoff.
Kanal-, Abtritträumer (Bücher)
vergl. Bachstecher!
Magdeburg 1330
Gürtler (s.d.)
Gordeler, Lübeck (Hennings)
gorteler, gurteler, gurtler (Bücher)
Bartenstein (S. 45) unterscheidet (13. Jh.) Schwarz- u. Rotgürtelmacher. Später tritt diese Unterscheidung nicht mehr auf.
siehe Gördeler! Ghordelser
B.B.Hannov. 1368: ghordere Gürtelmacher.
Kraack, Flensb. Ghordelser = Gürtler.
Grützeverkäufer; Gorte = Grütze (Hennings)
Gortemaker = Grützenmüller (Verd.)
Wehrm.: Gortemaker, Grützmacher.
Stuttgart 70
Keyser: Guilloche = regelmäßig verschlungene Linienzeichnungen, für Wertpapierdruck, da schwer nachzuahmen;
Brockh.: Guilloche = Muster aus regelmäßig ineinander verschlungenen Linien, auf Gegenständen aus Metall, Elfenbein, Holz u.a. zur Verzierung, auf Geldscheinen, Urkunden zum Schutz gegen Nachahmung.
Siegf. Seeler, Lütau S. 21 (Stadtbibl. G 510,6 Sonderheft 14)
Mitglied der Schützengilde.
Mens.:"Gogen,Gojen = Papagei, der Vogel nach dem geschossen wurde.
Papagoien-gill = Schützengilde."
v.Kempen S. 57; 933 (1895)
"Lattenschneider, später Grabenarbeiter in Lautenthal."
Ein bei der Anlage u. Instandhaltung der Kunstgräben beschäftigter Arbeiter (der Lautenthaler Kunstgraben führte Innerste-Wasser von Wildenau nach Lautenthal, so daß in Lautenthal ein Gefälle von etwa 50 m zum Betrieb von Bergwerksmaschinen genutzt werden konnte-) Dammgraben bei Altenau, Rehberger Graben beim Oderteich usw.
Geneal. 1963 Heft 6 S. 492
Reiniger der Stadtgräben, in die die Fäkalien geleitet wurden.
vergl. Goldgräber, Heimlichkeitsfeger!
Brehmer, Baugeschichte Lübecks S. 39 "Die techn. Leitung (beim Bau der Wälle) ward 1476 dem aus Königsberg stammenden Grabenmeister J.Grever übertragen."
Techn. Leiter von Erdarbeiten.
modern etwa: Tiefbauingenieur.
Geneal. 1964 Heft 1 S. 35 "Unter den für die mittelalterl. Hygiene sorgenden Berufen erblickt man ... den Gr. ..."
Tb. Jacobi 1655 "bei der Burg wohnend"
Lüb.Schoßb. 1633 S. 69 "Gravenschriver"
Lasch-Borchl.: gravenschriewer = Beamter des Grabenamtes
Wunder, Christburg S. 72 "Der Gräber fand bei den häufigen Grabarbeiten der Dörfer sicher leicht Beschäftigung". "Jeder Dorf-bewohner war verpflichtet, ... seine Gräben in Ordnung zu halten."
Bahl.: Graber, Grabert = Gräber, Totengräber
Frischbier: einer der gräbt.
Haem.: Gräber = fossor.- fossor = Gräber, Ackerknecht.
B.B.K-lautern S. 170: Gräberzunft (1611)
" " S. 277: "In K-lautern waren alle mit Erdarbeiten Beschäftigten u. dazu die Tagelöhner zur Gräberzunft zusammengefaßt." Aber in der Schatzungsliste 1656 (S. 172) ist keine Gräberzunft mehr aufgeführt.
Graveur, Eisengräber, Stempelschneider (Potth. S. 130)
grabener, grebener, der in Metall eingräbt, Graveur. (Bücher:)Die Bezeichnung kommt mehrfach als Beiname für Goldschmiede vor .
wahrscheinlich Schreibfehler.
Gradirer = Arbeiter in den Gradierhäusern, welche die Sole mit Schaufeln gegen die Gradierwände gießen. (Grimm)
Das Wort Gradradirer ist in keinem Wörterbuch zu finden.
Fischer,Die Stisser ... in Nordd.Fam.kde 1964 S. 409 "+ Jork bei Stade 1825. Gräfe des Altenlandes."
(D.G.B. 113 S.63/64)
Verd.: Gebe = Dorfschulze, Gemeindevorsteher
Lex.: Grâve = Königl. gerichtsvorsitzender; graf (md. grâbe, grêve, grêbe)
Tb. Dom 1668
Grabenschaufler , -schipper
Sch.-L.: graft, grave = Graben, Grube
gravemeister = Grabenmeister
schuffel = schaufel
Lasch-Borchl.: gravenschriever = Grabenschreiber, Beamter des Grabenamtes.
Mens.: graafschüffel = Spaten, schuffel = Schaufel,
schuver = Schieber (Werkzeug beim Backen)
graminator, papularius, pabulator = Fütterer (Höhler)
pabulor = Futter holen, füttern.
B.B.Insterburg S. 81 1777 (MTT)
wahrsch. Getreidehändler
Staß: Granhändler = Getreidehändler (Fr.!)
Frischb.: Getreidehändler.
Brockh.: Grand = 1) grober Kiessand 2) oberd.: feine Weizenkleie
Mens.: Grand = grober Kiessand
Tb. Jacobi 1636
Sch.-L.: gran = Granne, Ährenspitze
Staß: Granhändler = Getreidehändler
Getreideschlepper, -träger.
Vielleicht verschrieben oder verlesen: Kahnschlepper? Prahmschlepper? Getreideträger? Sandträger?
Gr.: grannenkorn
Schütz, B.B.Gumbinnen 1760 "Kaufmann u. Gran-Händler."
1772: "Mältzenbräuer u. Gran Händler, Großbürger am ..."
B.B.Gumbinnen 1808: "Gewürzkrähmer u. Granenhändler" "als Gran u. Garnhändler."
Frischbier: Gran, von dem lat. granum = Getreidekorn. Granhandel = Getreidehandel.
Garn = Netz zum Fischfang, besonders das große Netz Staß-Stein: Gran- oder Grauenhändler = Getreidehändler.
Hersteller von eisernen KochTöpfen mit drei Beinen, der Grapen.
fusor, ollifusor, cuprifaber, gropengeter = Grapengießer (Höhler)
Staß-Stein: Eisentopfgießer. Grapen waren dreifüßige KochTöpfe, die auf das offene Herdfeuer gestellt wurden.
Felix Plage, Frankfurt a.d.Oder wie es war u. wurde. Frankf./O. 1928 S. 14 "Die Einteilung der Stat nach ihren Vierteln ... Pfarr-Viertel, Nonnen-Viertel, Grapensieder-V. u. Tuchmacher-Viertel."
Wahrscheinlich: Grapengießer.
Bieder-Pohlandt, Frankfurt a/O, Ffr. 1886 nennt die Stadtviertel: Grapengießer-, Pfarr-, Nonnen-, Judenviertel. (Stadtbibl. 1928 B 130.- Stadtbibl. 1944 A 2219)
Ribbe-Henning S. 277 Salzsieder.
Verd.: Salzverlader
Schm. Grapper = Arbeiter beim Laden der Salzwägen.
Ribbe-Henning S. 277
Lodenfärber.
Magd.Adr.
Graupen: enthülstes u. oft zerkleinertes Gersten- oder Weizenkorn (Brockh.)
Graupenmühle = Mühle zur Herstellung von Graupen (Grimm)
Verdenh.: Vorkosthändler
Grimm: schles. seit dem 16. Jh. Victualienhändler
Bahlow: Graupner, Greupner = Hersteller bzw. Verkäufer der Graupe. Sie handelten mit Graupe, Grütze, Hülsenfrüchten.
stellte ein ziemlich grobes Wollgewebe, das sich flauschartig anfühlte, her.(Potth.)
Verdenh.: Grauwerk = Pelzwerk aus dem grauen Winterpelz, bes. der in Rußland u. Sibirien lebenden Eichhörnchen, Feh.
Verdenh.: Vorkosthändler, Grützehändler
Grimm: Greißler = Victualienhändler.
Nebinger:9.111.1493 Hans Turn, der Grempe, aus Bobenberg
Grempe, Grempel od. Grempler = Krämer, Höke, Trödler (Krünitz)
Grimm: elsäss. Wort: Trödler, Höker, Händler, bes. mit Victualien, Eiern, Geflügel usw.
Verd.: Gremp(l)er, Krämper = Trödler
Schäfer, Eheschl. Messel 1692
Gr. ... ursprünglich zum Werfen von Handgranaten bestimmter Soldat, später einfacher Soldat bestimmter Infanterieregimenter, bes. der Garde. (Brockh.)
v.Kempen S. 102, 1770: "Grenzaufseher in der Wiese bei Bahrdorf" (um 1880)
v.Kempen S. 98, 1695 / 5417: "Br. Grenzkontrolleur."
Gr.: Beamter zur Beaufsichtigung der Landesgrenze; Zollaufseher.
Bruhn, ... Magistrat ... Tribsees, in Ostd.Fam.kde 1968 S. 18
"seit 1777 Grenzschreiber u. 1779-98 Zollverwalter"
Schreiber an einer Grenzzollstelle.
Kopfsteuerb. Tl. 1 S. 58
Gr.: ein Jäger, dem ein Grenzrevier (bes. bei feindseliger Nachbarschaft) anvertraut ist mit dem besonderen Auftrag, das überwechselnde Wild abzuschießen.
Nebengewerbe der Schweineschlachtung; stellten aus dem Rückstand der Schmalzbereitung Kuchen zur Hundenahrung her. (Potth.)
Raute (1648) Netzmacher.
Mens.: Griep = "kleines Netz zum Fischfang", "Greifnetz" , aus Glipp, Gliep entstanden durch Anlehnung an griepen.
Glipp, Gliep = Netz zum Fischfang, Vogelfalle.
stellte das grobe Kornbrot des tägl. Bedarfs her. (Potth. S. 117)
großbecker = Brotbäcker (Bücher)
Klüver, B.B.Oldesloe: Grobbrotbäcker.
Grönh.: Grobbäcker gehörten nicht zum Amt. Wer ein Haus mit Backgerechtigkeit besaß, konnte, wenn er wollte, Grobbrot, also Roggenbrot backen.
Faßbinder (Haem.)
Bock unterscheidet: Groß- oder Schwarzbinder fertigt große Fässer für Weinkeller u. Brauereien, auch gr. Gärbottiche. Der Klein- oder Faßbinder ist der landläufige Böttcher, auch Böker genannt. Er stellt die gewöhnlichen Fässer her, Eimer, Butterfässer, Waschtubben usw.
vergl. Boddeker!
Penners-Ellw. S. 365 - 1610 - "auff einen Leinen-Zwirn und Grobgruen-Ferber"
Färber für "grofgrün", grobe Stoffe.
siehe: Grofgreinmaker.
Sch.-L.: grofgrön "Das Wort findet sich in alten Chroniken ... nicht selten, u. es wird in der Regel eine Art grobes, gewirktes Zeug, eine Art Rasch darunter verstanden. ... Die letzte Silbe bedeutet nicht grün, sondern ist aus granum (grain) gebildet.
B.B.Weißenfels 1607
siehe Grofgreinmaker! Hersteller von Grofgrün, einem groben Stoff.
Gr.: Grobgrün; aus frz. grosgrain ( dickes Korn) entstellte Bezeichnung verschiedenartiger starkfädiger Zeuge; meist von Wollstoffen geringer Qualität, doch auch für Seidenstoffe.
beschränkte sich auf die Herstellung einfachster Werkzeuge, des Beils, der Axt, der groben Nägel (Potth.)
Schütz, B.B.Gumb. :Grob Schmidt.
Handbuch d.B.: Feuerschmied = Grobschmied; "Die Bezeichnung Feuerschmied stammt daher, daß der F. nicht in Verbindung mit einem Ofen, sondern an der Schmiedeesse, dem offenen Herdfeuer arbeitet; die Bezeichnung Grobschmied hat ihren Ursprung in der vorwiegend gröberen Verarbeitung von Gegenständen, bei denen es nicht auf Genauigkeit von wenigen mm ankommt."
Groffschmied (Stargarder Bürger 1567) ZA 2079.
Raute, B.B.Ratzeburg (1641): Grobtuchmacher
(1646): Kleintuchmacher
(1675): Kleinbreittuchmacher
(1678): Schmalbreittuchmacher
W.Fink: Grobtuchmacher
Text.-Mus. Neumünster: "dürften diese Weber sowohl schmale Tuche (bis 1,40 m Breite) auf Einmannwebstühlen als auch breite Tuche (bis 2,50 m Breite) auf Zweimannwebstühlen gewebt haben."
Penners-Ellw. S. 291 "Gröenkenmacher 1592"
Mensing: Grön-bittern = Magenbitter, für den Hausgebrauch aus Wröng (Wermut) hergestellt.
Hersteller von Grönbittern, Kräuterlikr.
Spieß, Braunschweig S. 260.
"Die Lakenmacher, die sich mit der Herstellung des gemeinen Lakens abgaben, wurden als "Groffmaker", ihre Tuche als "Groveken" bezeichnet.
vergl. Grofgreinmaker!
Verfertiger von grobem gewirktem Stoff. Lübeck (Hennings)
Sch.-L.: grofgrön : das Wort findet sich in alten Chroniken u. Kleiderordnungen nicht selten, u.es wird in der Regel eine Art grobes, gewirktes Zeug, eine Art Rasch darunter verstanden.- Der Holländer sagt "grofgreyn". Die letzte Silbe bedeutet nicht grün, sondern ist aus "granum" (grain) gebildet.
Lübeck 1593 Lübeck 1332 Wernigerode
Zimmermann. Grobhauer, Axt-. Holzhauer.
B.B.Hannov. Grapengießer (s.d.!)
Grapen = eiserne KochTöpfe mit drei Beinen.
Sch.-L.: gropengeter = Topf-, Kesselgießer, Kupferschmied.
grope, gropen, grape(n), = Topf, Kessel, irden oder von Metall.
Fuhse unterscheidet: Grapengießer = Metallhandwerker;
Groper, Graper = Töpfer, der irdenes Geschirr herstellte.
groper - lutifugulus = Töpfer (Höhler)
B.B.Hannov. 1421 groper
1452 gropengheter
Gropengießer.
vergl. Grapengeter!
Verdenh.: Salzverlader, Salzfuhrmann
Grimm: Salzwirker;
bair.Bergrecht:Arbeiter, so die Salzwäglein laden; auch Spediteur.
Mottok, Militär-K.B. Neumittelwahre, in Ostd.Fam.kde 1962 S. 82
"Groschegärtner in Klenowe" (1801)
Gr.: Bez. eines kleinen Dorfsassen.
Seeberg-Elverfeldt, Bürger ... Angerburg S. 6 "1617 S.d.seel. Richters in A." (MTT)
Staß: Gr. waren in Königsberg Zunftmitglieder der Kaufleute u. Mälzenbrauer."
Frischbier: Gr. = in kl. Städten Haus- u. Grundbesitzer. Zur Zeit des Ordens erhielten Ansiedler in Städten Häuser mit Braugerechtigkeit den Ehrentitel Großbürger.
Gr.: Großköt(n)er = ein größerer Kötner
Duden: Kotsaß = nd. Kötner.
Meye, Geschichte d.Stadt Gilgenburg. Gilgenburg 1926 (Stadtbibl. A 2075) S. 33/34.: "Der Großschäffer von Marienburg bucht im Jahre 1404 insgesamt 137 1/2 Mark, die ihm ... der Bruder des Pfarrers in G. für flandrische Tuche schuldet." "Der Großschäffer von Königsberg hat in G. ... 1400 ... einen eigenen Wirt"
Staß: Gr. = zwei in Königsberg u. Marienburg residierende Ordensbrüder, die den zentralistisch organisierten Handel ... leiteten.
Carl Schulz S. 30, 1773
Verd.: Großseigermacher, Turmuhrenbauer.
Staß: Gr. stellt Wand- u.Turmuhren her, nicht aber Taschenuhren; diese fabriziert der Kleinuhrmacher.
Spanuth, Hameln S. 130, Ratsliste von 1450; S. 129: "Zwei andere (Ratsherren) verwahrten das große u. kleine Stadtsiegel (grote segel und secret)"
Mens.: Segel = Siegel.
Kaeber, B.B.Berlin.
Gr.: Grottenarbeit, eine Art Mosaikarbeit, zunächst zum Ausschmücken des Innern einer Grotte.
Gr.: Grottenarbeit heißt man in der Baukunst alle diejenige, welche aus mancherlei Muscheln, Kristallen, Markasiten, Eisen-schlacken, Steinen u. anderen versteinerten Sachen zusammengesetzt wird.
Gr.: Grottenkünstler, der die Kunst versteht, Grotten anzulegen u. auszuschmücken.
B.B.Stuttgart, Nr. 844 "Frstl. Grottier"
vergl. Grutherr = Gruter = Hersteller der Bierwürze, Brauherr.
Nägele, B.B.Stuttgart: Hofbediensteter
" " Herzog Johann in den Jahren 1613-1621 beim Lusthaus eine berühmte Lustgrotte mit Wasserspielen, bewegl. Figuren usw. hatte errichten lassen. Also : Grottenbauer.
Gr.: Grottenwerk: künstl. Felsanlage ... in älterer Gartenbaukunst viel verwendet.
Grubenköhler
Kopfsteuerb. Tl. 11 S. 18
Gr.: Gruben- oder Liechtköhler im Gegensatz zu den Meilerköhlern.
Gr.: Lichtköhler = Kohlenbrenner, welcher Reiser u. Buschwerk in Gruben verkohlt.
Wiedemann S. 68 (Nach Wiedemann) zum Nahrungsgewerbe gehörig.
Haem.: Grünfischer (ohne Erklärung)
Rüppel: Gründlingsfischer?? nein!
Koch, S. 50: "Verzehrt wurden hier (Kloster) wie am Hofe Heringe, Stör, Neunaugen ... Krebse sowie Stock-, Grün-, Klein- u. Bratfische u. Aale."
Grimm: Grünfisch = frischer Fisch
Grünfischer = Fischer, der frische Fische verkauft, gegenüber "gesalzenfischer".
B.B.Kiel, 3821 (1749)
Mens.: Gemüsehändler.
= Grützmacher, Grützmüller. Lübeck (Hennings)
Grüttmaker = Händler (?) mit Mehl, Grütze, Graupen (Schu)
Grützenmüller: stellte aus Hafer u. Buchweizen Grütze her. Meist im Nebenberuf. (Bock)
Momsen: In einem Berufsverzeichnis von 1797 werden sie 'Grützquernmüller' genannt. (S. 115)
Adr.Cal. "bey der Land-Mehlwage"
städt. Angestellter für die rechte Handhabung der Maße u. Waage.
vergl. Kornmesser, Hopfenmesser!
Strehlau, Ausw. Bürger in Lissa, in Ostd.Fam.kde 1970 S. 268
" * 1690, Grützner in Lissa"
Mitzka: "Krämer, Gräupner, Höckler"
Gr.: Grützner = Grützmacher, Produktenhändler.
Was. " = Grützemüller.
Aders, Das verschollene älteste B.B.d.Stadt Münster (1350-1531) Münster 1960 (Stadtbibl.1960 A 338:5)
"Listen der Bürgermeister, Ratsherren, Richter, Schöffen, Wein- u. Grutherren ..." (S. 14)
Verd.: Gruter = Grüter = Hersteller der Bierwürze, Brauer.
Wasm.: Grüter = Hersteller der Grut (Bierwürze)
Bahl.: Grüter = Brauer, der mit Porst (mnd.: Grut) braute statt mit Hopfen.
Brauherr.
Heller, Ostdeutsche ... München, in Ostd.Fam.kde 1958 S. 64:
"1607 ... Gschlachtgwandter (Tuchmacher)"
Verd.: Geschlachtwander = Großhändler in feinen Tuchen.
Was.: Geschlachtwanderer = Großhändler in feinen Tuchen.
Gr.: Geschlachtgewandner : feintuchweber.
Wodiczka, Budweiser Familien in Ostd.Fam.kde 1963 S. 209
"Gschmeidler. 1621 Geburtsbrief"
Was: Geschmeidler: Edelschmied, Goldschmied, Juwelier.
Lex.: gesmide = metall, metallschmuck, geschmeide.
Ribbe-Henning S. 277
Tütenmacher
Verd.: Tütenkleber.
B.B.Cölln 1580: "guardein oder munzprobirer" = Wardein, Münzprüfer
Lütgendorff: " die Katharinenkirche ... dürfte ... ein Werk des Bruders Emeke sein, der als Guardian des Klosters seit 1351 den Bau leitete."
Keyser: Guardian = Klostervorsteher.
B.B.Stuttgart Nr. 582, Nr. 718:" fürstl.Leib Quardi-Reutter"
Leibgardereiter (Nägele B.B.St.)
Gr.: Garde, Gwardi = wache
der gardist hieß gwardiknecht. Gardist.
B.B.Cölln: Guardileutnant
Garde = Schutz-, Leibwache
vom it. guardia = spähen, schützen (Wasserzieher)
Piepkorn S. 119: "1454 wurde er vom König (Polen) zum >Gubernator von Preußen< ernannt.
Staß: 1) Gouverneur, Statthalter
2) Steuermann eines Schiffes.
lat.: gubernator = Steuermann, Lenker.
Fam.kdl.Nachr. 1966 S. 160 "+ 1862, Gubernialrat Triest"
Verwaltungsrat beim Statthalter.
Staß: Gubernator = Gouverneur, Statthalter.
Mack: Gubernal (lat.) = Lenkstange am Fahrrad.
Dud.(1915): Gubernal = Lenkstange,
Gubernator = Steuermann, Statthalter.
von gufe, glufe, nach Grimms Wb. V: Stecknadeln, Hafteln; dagegen nach Poppe, Geschichte der Technologie: Nähnadeln.
Also soviel wie Nadler, Nadelmacher (Bücher)
Fg.Such-u.Anzeigenblatt 1927 S. 97 "kurpfalzbayr. Gülden-Zöllner, * 1733"
Gr.: Guldenzoll = Zoll im Betrage eines Guldens oder vom Guldenwert einer Ware.
Woss.: Gülde = regelmäßige, meist jährliche Zahlung, Hebung, Rente.
Adelg.: Gülte = ein gewisses Einkommen von Grundstücken; ein Zins, welchen ein Besitzer dem Grundherrn für den Nießbrauch ... zu entrichten verbunden ist."
Ribbe-Henning S. 277 Vergolder.
Mens.: guld = gold
Schm.: gulden = golden
Gr.: guldner = pfründner.
gulister, der Unschlittlichter gießt.
v.Frisch, Wb. I erklärt: Gaulicht oder Golicht, candela sebacea, ein Inschlitt-Licht im Gegensatz zu cerei, die mehr in den Kirchen gebraucht werden, candela sebacea, aber außer den Klöstern u. Kirchen im Gau unter den Layen. (Bücher)
Genealogie 1963 Heft 2 S. 399 Hersteller von Unschlittlichten.
vergl. Gaulichter (I/36)!
"in der Kirche habe man früher nur Wachskerzen (cerei) verwendet, das schlechtere Talglicht (candela sebacea) sei den Leuten im Gau, auf dem Lande überlassen worden."
Verd.: Gaulichter = Gulichter = Kerzengießer
Lex.: gol-licht = unschlittlicht.
B.B.Weimar 1670
" " 1683 Gölzenschneider. Kastrierer.
Wasm.: Golzer = Schweinekastrierer
Verd.: Golzer = Schweineschneider.
Bergh.: Geltensnider = Schweineverschneider.
Ad.: gölzen = verschneiden
Gelzen = unfruchtbar machen, verschneiden, castrieren.
Geneal. 1964 Heft 1 S. 36
Borngräber, Brunnenmacher,
denn der Brunnen oder ein Wasserloch heißt hier "Gumpe."
Verd.: Gumpenmacher = Pumpenmacher
Lex.: gumpe = wasserwirbel, tiefe Stelle in einem Gewässer.
Potthoff S. 105, 114: Bild der Gürtlerwerkstatt: Werkstoff: Leder
Arbeitsprodukte: Gürtel, Taschen.
Hersteller von Gürteln. Da aber die Schnalle u. manche Verzierungen aus Metall waren, besteht eine Verbindung zum Metallgewerbe. Vielfach haben die Gürtler die Metallteile selbst hergestellt. Als der Gürtel aus der Mode kam, widmeten sie sich mehr u. mehr der Metallverarbeitung.
rêmensleger = Riemenschläger
gördelmaker = Gürtelmacher (Holmberg)
siehe auch Gördeler!
Die lübecker G. lieferten Männer-, Frauen- u. Kinderriemen. Die Beschläge zu den Gürteln fertigten die G. in Lübeck selbst.
Handbuch d.Berufe: Teilweise auch Bronzeur, Bronzewarenerzeuger oder Messingschlosser genannt. Ursprünglich Lederarbeiter bis der metallene Gürtelverschluß zur Metallverarbeitung führte. Als wichtiger Handwerker, der die Wehrgehänge u. Gürtel der Ritter fertigte, mit Metallbeschlägen verzierte usw., tritt er bereits im Frühmittelalter hervor. Später wandte er sich anderen Metallbearbeitungen zu, wie Messingfassungen, Beschlägen, Schnallen, Ziernägeln ... u. wurde so dem Klempner berufsverwandt.
Stettiner Bürgerliste 1783: Gürtner.
Bahlow: Gürtner, wohl Variante z. Gürtler.
Staß-Stein: Gürtler (Görtler): Gelbgießer, Spengler, Klempner.
F.Such-u.Anzeigenblatt 1925 S. 36 "kgl.sächs.Güterbeschauer" * 1793
Gr.: im 18. Jh. gebräuchlich: eine vereidigte Person, welche die Güter, d.i. die Waren beschauet, "Visiteur."
Brockh. 84: Güterbeschauer heißen in einzelnen Gegenden Deutschlands Beamte, welchen die Besichtigung u. Registrierung abgabe- und kontrollpflichtiger Gegenstände obliegt.
Spediteur (Haem.)
Duden: Güterbestätterei
vergl. Besteder!
v.Kempen S. 61; 1005: "G., später Hülfsbremser in Holzminden."
Arbeiter auf dem Güterboden: Annahme, Verladung u. Auslieferung von Stückgut. (Auskunft Bundesbahn)
Fam.kdl.Nachr. 1965 S. 57 "Gütler, Berolzheim, 1724"
Verd.: Inhaber eines kleinen Gutes
Gr.: Besitzer eines Bauerngutes.
Hintze S. 16: "Gutsmeister in Säter, zog 1644"
wahrscheinlich: Gutsmeier, Gutsverwalter.
Kutscher (Gebh. 1621) s.d.!
B.B.Cölln: Kutscher s.d.!
Gerescher S. 80 "ihr Geschäfte war das Gwel (Gewölbe)"
Einzelhändler, Geißler, Kleinhändler.
Reccius S. 33 "Ruland wurde 1497 Rektor u. Gymnasiarch der Universität Erfurt."
Lat.: gymnasium = Turnanstalt, mittell. Hochschule
Gymnasiarchus = Leiter der Turnanstalt, der Hochschule.
Geißelmacher.
Das Wort kommt in den Bedebüchern seit 1320 regelmäßig u. bis 1428 so oft vor, daß man Bedenken tragen muß, es mit den Flagellanten in Beziehung zu bringen, die in Deutschland doch erst 1348 auftreten. (Bücher)
Gyseler, Geiseler = Viehhändler (Haem.)